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Aktuelles

 

Artikel zum aktuellen Interventionsprojekt am Übergang zwischen Kita zur Grundschule erschienen

Prof. Daniel Mays von der Universität Siegen erforscht mit seinem Team, wie Kinder mit und ohne besonderen Förderbedarf beim Übergang vom Kindergarten in die Grundschule unterstützt werden können.

Wenn Kinder vom Kindergarten in die erste Klasse kommen, verändert sich in ihrem Leben einiges: Ein erster Schulweg, neue Freunde, neue LehrerInnen. Besonders für Kinder mit auffälligem Verhalten – etwa Verhaltensauffälligkeiten, Aggressionen, ADHS, oder extreme Formen von Schüchternheit – ist diese Phase im Leben eine Herausforderung. Kinder aus einkommensschwachen Familien haben eine zum Teil sechsmal höhere Wahrscheinlichkeit in den Risikobereich für auffälliges Verhalten zu fallen als Kinder aus einkommensstarken Familien. Bildungswissenschaftler Professor Dr. Daniel Mays von der Universität Siegen möchte diesem Problem mit einem  praxisorientierten Projekt in der Phase des Übergangs zwischen Kita und Grundschule entgegenwirken. 

Glauben an eigene Fähigkeiten stärken

Das Projekt ist auf sozial benachteiligte Kinder ausgelegt. „Wir arbeiten mit Kindern, die die nötige Unterstützung zu Hause nicht bekommen“, sagt Carolin Quenzer-Alfred, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Mays und von Beginn an als Co-Leitung im Projekt involviert. „Unser Ziel ist es, den Glauben der Kinder an ihre eigenen Fähigkeiten zu stärken.“ Dabei wird in enger gemeinsamer Zusammenarbeit und auf Augenhöhe mit Grundschulen, Kitas und dem Jugendamt der Stadt Siegen kooperiert. Insgesamt sollen 200 durch Armut in ihrer Entwicklung gefährdete Kinder in sozioökonomisch schwachen Quartieren der Stadt Siegen auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse gefördert werden.

prof_mays_web„Das gemeinsame Ziel der Kooperationspartner ist es, die Bildungsübergänge insbesondere für Kinder mit auffälliger Entwicklung auf Grundlage der bestehenden Konzepte  weiter zu entwickeln und zu evaluieren“, sagt Mays. Der Siegener Bildungswissenschaftler möchte die noch vorhandenen Forschungslücken weiter schließen, seit Juli 2019 mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds. 240.000 Euro stehen zur Verfügung. Mit dem Geld wurden zwei Pädagogische Mitarbeiterinnen an der Universität Siegen eingestellt, die derzeit vor allem praktisch vor Ort in drei Kitas und einer Grundschule im Geisweider Stadtteil tätig sind. Darüber hinaus konnte aus eigenen Mitteln eine weitere Kraft ergänzt werden. Sie sollen als sogenannte ÜbergangsmanagerInnen fungieren. Zum einen stellen sie für die Kinder eine fixe Bezugsperson dar. Zum anderen sollen sie durch individualisierte Förderkonzepte die Kinder im Übergang zwischen Kita und Grundschule unterstützen.

Soziale Herkunft entscheidet in Deutschland weiterhin stark über den Erfolg in der Schule    

„Es ist schon erstaunlich: Wenn ein Kind in die Kita kommt, wird der Eingewöhnung ganz selbstverständlich sehr viel Zeit eingeräumt. Danach – also von der Kita in die Grundschule oder von der Grundschule auf die weiterführende Schule – ist dafür oftmals nur wenig oder gar kein Platz mehr“, sagt Mays. Die im Dezember 2019 veröffentlichten Ergebnisse der neuen PISA-Studie zeigten deutlich, dass die soziale Herkunft in Deutschland weiterhin stark über den Erfolg in der Schule mitentscheidet. Vor allem die sogenannten RisikoschülerInnen schneiden in der aktuellen Studie wieder schlecht ab – genau hier setzen Mays und sein Team an. Neben den drei hauptamtlichen pädagogischen Mitarbeiterinnen wird das Projekt außerdem durch Studierende ehrenamtlich unterstützt und begleitet, um so den Theorie-Praxis-Transfer multiprofessionell zu stärken. Gemeinsam mit den pädagogischen MitarbeiterInnen ermitteln sie den individuellen Förderbedarf von Kindern im letzten Kindergartenjahr und helfen bei der Entwicklung geeigneter Förderkonzepte zur Übergangsbegleitung mit.

Alle im Projekt entwickelten Förderkonzepte werden dabei von Prof. Mays und seinem Team inhaltlich begleitet und die Wirksamkeit der weiterentwickelten und individualisierten Fördermaßnahmen während der Schulübergänge evaluiert. Prof. Mays und sein Team gehen Fragen wie diese an: Ist der Einsatz von zusätzlichen pädagogischen Mitarbeiterstellen an bestimmten Schnittstellen sinnvoll? Wie profitieren neben den Kindern auch die abgebenden Kitas und die aufnehmenden Schulen inkl. Schulleitung und Lehrkräften? Die Grundlage für die Forschung übernehmen die pädagogischen MitarbeiterInnen und die ehrenamtlich tätigen Studierenden im Projekt unter Mays Anleitung. Ausgehend von einer frühzeitigen und individuellen Diagnostik werden Förderpläne erarbeitet und zielgerichtet in Einzelbetreuung oder im Rahmen einer Kleingruppenförderung umgesetzt. Es wird angestrebt einzelne Fördermaßnahmen im Projektverlauf zu ändern und anzupassen und für eine nachhaltige Nutzung nach Projektende weiterzuentwickeln.

Kontakt:
Prof. Dr. Daniel Mays   
Telefon: 0271-740-4013
E-Mail: daniel.mays@uni-siegen.de

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Vera Blume (Pädagogische Mitarbeiterin), Maxi Harbrecht (Pädagogische Mitarbeiterin), Carolin Quenzer-Alfred (Wiss. Mitarbeiterin/Co-Projektleitung), Vivien Soyka (Pädagogische Mitarbeiterin) (v.l.)


Bisherige Kooperationspartner im Projekt:

•    Jugendamt Stadt Siegen

•    Schulamt des Kreises Siegen-Wittgenstein

Geisweid: 

•    AWO Kita Bergstraße

•    Evangelische Kita Ortsmitte

•    Evangelische Kita Stormstraße

•    Geisweider Grundschule

•    Fachbereich Sprache und interkulturelle Bildung/Jugendamt Siegen

Fischbacherberg: 

•    AWO FZ Fischbacherberg

•    Ev. FZ Fischbacherberg

•    Hammerhütter Grundschule 

Die Logos der Förderer zum Herunterladen:     
https://www.zusammen-im-quartier.nrw.de/fileadmin/img/Logo/NRW-halt-zusammen_RGB_18cm_01.jpg 
https://www.mags.nrw/sites/default/files/assets/images/eu_esf-nrw_mags_fh_4c-logo.jpg 


Link zum Originalartikel auf der Website der Universität Siegen

 

 

Artikel zur Gestaltbar erschienen: Von Lego-Robotern und einer besonderen Kooperation

Das Projekt „GestaltBar“ der Deutschen Telekom Stiftung führt Jugendliche bundesweit an digitale Technologien und technische Berufe heran. In Siegen kooperiert die Stiftung mit der Universität Siegen, dem Jugendamt der Stadt Siegen und zwei Schulen.

Es ist wohl der Traum eines jeden Lehrers und jeder Lehrerin: Es ist zwar schon 13 Uhr, ein langer Schultag liegt hinter den Schülern und Schülerinnen – doch von Müdigkeit oder Unkonzentriertheit keine Spur. Stattdessen angeregte Diskussionen und eifriges Tüfteln. Aus Frage- werden Ausrufezeichen und auf Probleme folgen Lösungen. Warum reagiert der Miniatur-Bohrroboter nicht wie gewünscht auf die Farbsignale? Warum hakt es bei der Steuerung über das Tablet? Ist bei der Programmierung etwas schiefgelaufen, oder vielleicht schon beim Zusammenbau?

Es ist ein besonderes Projekt, zu dem derzeit einmal in der Woche im städtischen Kinder- und Jugendtreff Westhang in Geisweid Acht- und Neuntklässler aus zwei Schulen zusammenkommen. Prof. Dr. Daniel Mays, Erziehungswissenschaftler an der Universität Siegen, hatte sich mit Unterstützung des „Haus der Wissenschaft“ der Universität für das Projekt „GestaltBar – die digitale Werkstatt“ bei der Deutschen Telekom Stiftung beworben – mit Erfolg. 10.000 Euro stellt die Stiftung für die Umsetzung des Vorhabens zur Verfügung. Primäres Ziel ist die Vermittlung digitaler Kompetenzen an Jugendliche. Bundesweit gibt es inzwischen 21 GestaltBars. „In Siegen ist eine bemerkenswerte Kooperation entstanden, da Universität, zwei Schulen und das Jugendamt der Stadt zusammenarbeiten. Das haben wir in der Form bislang noch nicht erlebt. Das Konzept hat sehr viel Substanz“, sagte Johannes Schlarb, Projektleiter bei der Deutschen Telekom Stiftung anlässlich eines Besuchs in der GestaltBar.

Jeweils acht Schüler und Schülerinnen der achten Klasse der Gesamtschule auf dem Schießberg und der neunten Klasse der Geschwister-Scholl-Hauptschule kommen im Rahmen des Wahlpflichtfachs jeden Donnerstag in den Räumen des Jugendtreffs zusammen. Unter Anleitung von Tim Homrighausen, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Team von Prof. Mays, haben die Jungen und Mädchen seit den Sommerferien Roboter aus Lego-Steinen gebaut. Das ist weit mehr als ein Spielzeug: Die Roboter verfügen über Elektromotoren, Sensoren und programmierbare Steine, so dass die Bohrer anhand von Farben erkennen, was sie bei welcher „Gesteinsart“ zu tun haben. Da ist seitens der Betreuer keine Motivationshilfe nötig. „Das kommt von den Schülern und Schülerinnen selbst. Ich bin beeindruckt, wie gut alle mitziehen“, freut sich Tim Homrighausen.

Die Idee, sich für eine GestaltBar in Siegen zu bewerben, war für Erziehungswissenschaftler Prof. Mays naheliegend: „Ich war selbst zehn Jahre im Schuldienst tätig und weiß, wie wichtig eine enge Verzahnung von Wissenschaft und Praxis ist. Wir haben als Forschende den Auftrag, auch anwendungsorientierte Projekte zu initiieren.“ Die Jugendlichen werden praxisnah an digitale Technologien herangeführt, so soll auch das Interesse für technische und handwerkliche Berufe ebenso wie für Jobs mit IT-Hintergrund geweckt werden. Zum Projekt zählen daher auch Unternehmensbesuche. Und das Konzept kommt an. „Ich interessiere mich für Technik, also wollte ich einfach mal sehen, wie es hier so ist. Es macht echt Spaß und ist interessant“, berichtete Neuntklässlerin Michaela. Für den Kurs hat es deutlich mehr Anmeldungen als Plätze gegeben.

Das Projekt in Siegen läuft vorerst bis 2021. Die Hoffnungen der Beteiligten ruhen darauf, Unternehmen als Unterstützer für eine Fortsetzung gewinnen zu können. Das wäre auch im Sinne der beiden Schulleiter, Christoph Weißer von der Geschwister-Scholl-Schule und Alexander Lisai von der Gesamtschule auf dem Schießberg, die restlos überzeugt von dem Konzept sind. In den Schulen fehlten häufig die technische Ausstattung oder im eng getakteten Lehrplan schlicht die Zeit. „Außerdem hat so ein außerschulischer Lernort einen besonderen Reiz. Die Jugendlichen sehen etwas anderes – und wir sehen neue Gesichter im Jugendtreff“, nennt Carsten Hermann vom Jugendamt der Stadt Siegen weitere Vorteile dieser besonderen Symbiose.

Foto Gestaltbar

Link zum Original-Artikel



Artikel zum Thema Bildungsübergänge in der neusten Ausgabe des Forschungsmagazins "future" der Universität Siegen erschienen

Nora Frei berichtet im neuen Forschungsmagazin der Universität Siegen über die Forschungsarbeit und aktuelle Projekte der Arbeitsgruppe

  future Foto

Link zur Originalpublikation: publikationen.uni-siegen.de/future 

Neue Rezension zum Buch "Mathematikunterricht für Kinder mit auffälligem Verhalten"

Dr. Richard Hammer hat das Buch "Mathematikunterricht für Kinder mit auffälligem Verhalten" rezensiert: 

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Aktuelle Neuerscheinung

 Inklusiver Mathematikunterricht_Foto

Prof. Dr. Daniel Mays und Dr. paed. Larissa Zwetzschler

Mathematikunterricht für Kinder mit auffälligem Verhalten

Anregungen und Beispiele für die Grundschule 

 

Runder Tisch diskutiert über Schulgesundheitsfachkräfte in NRW

Auf Initiative der Universität Siegen prüft eine Projektgruppe den Einsatz sogenannter Schulgesundheitsfachkräfte in NRW.

Wer gesund ist, hat bessere Bildungschancen. Stürzt ein Kind auf dem Schulhof, führt der Weg ins Sekretariat, wo es eine Erstversorgung in Form von Pflastern und Trost gibt. Stellt eine Lehrkraft bei einem Kind eine Hör- oder Sehschwäche fest, so können die Eltern zwar darauf hingewiesen werden. Häufig bleibt es aber bei Empfehlungen, weil schlicht die Zeit für tiefergehende Gespräche fehlt und Lehrkräfte Eltern lediglich beraten können. In Brandenburg werden daher im Rahmen eines Modellprojektes seit 2016 sogenannte Schulgesundheitsfachkräfte eingesetzt – examinierte Krankenpflegekräfte, die eine entsprechende Fortbildung durchlaufen haben. Hessen und Schleswig-Holstein sind dem Brandenburger Beispiel gefolgt. „Wir tun nicht gut daran, immer mehr Aufgaben auf die Lehrkräfte zu übertragen. Wir müssen uns vielmehr die Frage stellen, wie wir die Teams an Schulen multiprofessionell zusammenstellen können“, sagt Prof. Dr. Daniel Mays. Der Erziehungswissenschaftler der Uni Siegen macht sich für eine Umsetzung des Projektes der Schulgesundheitsfachkräfte in Nordrhein-Westfalen stark und hat dafür jetzt einen runden Tisch ins Leben gerufen.

Foto Round Table

Anfang März fand ein erstes Treffen in Siegen statt, an dem unter anderem Heike Reinecke vom Gesundheitsministerium und Thomas Tegethoff vom Schulministerium des Landes Nordrhein-Westfalen teilgenommen haben. „Es geht erst einmal um die generelle Frage, ob wir in NRW die Möglichkeit haben, ein vergleichbares Projekt auf den Weg zu bringen. Auf jeden Fall war eine große Grundmotivation aller Beteiligten zu erkennen“, freute sich Mays über die vielen Zusagen zur Teilnahme an der Expertenrunde. So reiste auch Dr. Silke Pawils, Leiterin der Forschungsgruppe Prävention im Kindes- und Jugendalter am Uniklinikum Hamburg, mit ersten Ideen für eine Implementierung aus der Hansestadt zur Expertenrunde an. Im Rahmen der langjährigen Forschungskooperation zwischen Uni Siegen und Uniklinikum Hamburg entstand die Initiative, die guten Erfahrungen der anderen Bundesländer auch gewinnbringend in NRW umzusetzen.

Gudrun Braksch vom AWO-Bezirksverband Potsdam berichtete von ihren Erfahrungen aus Brandenburg, wo sie Leiterin des Modellprojekts ist. Die Leiterin des Gesundheitsamtes Recklinghausen, Dr. Ulrike Horacek, untermauerte die Notwendigkeit von Schulgesundheitsfachkräften, um Chancengleichheit und Inklusion armer oder chronisch erkrankter Kinder auch in NRW zu verbessern.

Nach dem positiven Verlauf des ersten Treffens wurde für Mai ein weiterer Termin vereinbart. „Es sind noch viele Fragen zu klären“, sagt Prof. Mays. Zum Beispiel, wie umfangreich die Aufgaben der Schulgesundheitsfachkräfte wären, auch in Abgrenzung zu anderen Berufsfeldern in Schulen. Würde es dabei um die Erstversorgung bei Verletzungen, Gesundheitsförderung und Prävention sowie Unterstützung von Kindern mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen gehen, oder würde auch die Lehrergesundheit miteinbezogen? „Letztlich geht es darum, Gesundheitsgerechtigkeit herzustellen. Denn unterschiedliche Startbedingungen gibt es nicht nur in Sachen Bildung“, so Mays.

 

Förder- und Unterstützungsnetzwerk FUN


Unser neues Kooperationsprojekt zum Förder- und Unterstützungsnetzwerk FUN am Fischbacherberg in Siegen ist gestartet - hier finden Sie alle Informationen: http://www.bildung.uni-siegen.de/mitarbeiter/mays/studentische_angelegenheiten/fun.html?lang=de
FUN Flyer
zlb-siegen_pp_bfp-karteikarte-kooperationspartner-fun_01_18_07_31.pdf

AKTUELLE NEUERSCHEINUNG!





Daniel Mays / Stefanie Roos


Prima Klima in der inklusiven Schule

Wie man auch schwierige Beziehungen positiv gestalten kann



LINK ZUM REINHARDT-VERLAG:


http://www.reinhardt-verlag.de/de/titel/53815/Prima_Klima_in_der_inklusiven_Schule/978-3-497-02813-9/#Inhalt


2018. 170 Seiten.




Kurztext

Kinder und Jugendliche brauchen in der Schule Aufmerksamkeit, Hilfe und Ermutigung durch die Lehrkraft – kurz: Sie brauchen Begleitung durch Beziehung. Wenn Beziehungen zentraler Teil des Lernens und der Schule sind, müssen Lehrkräfte wissen, wie sie eine Lehrer-Schüler-Beziehung sowie Beziehungen zu Eltern und KollegInnen professionell aufbauen und stärken können.


Die Autoren zeigen in diesem Ratgeber auf, warum Beziehungsarbeit gerade im Zusammenhang mit Inklusion eine notwendige Schlüsselkompetenz aller Lehrkräfte darstellt und wie diese sukzessive erlernt werden kann. Fallbeispiele und praktische Tipps helfen dem Leser dabei, eine gelungene Lehrer-Schüler-Beziehung in die Praxis umzusetzen.


Neues BMBF – Forschungsprojekt (FKZ: 01NV1709B) gestartet!
Laufzeit: 1.11.2017-30.10.2020

Interprofessionelle kooperative Unterrichtsreihenplanung in der Sekundarstufe I - IKU


In der wissenschaftlichen Debatte wird die Kooperation von Sonderpädagogen und Fachlehrkräften als eine wesentliche Gelingensbedingung für die Entwicklung einer inklusiven Schule identifiziert. Für Lehrpersonen der Sekundarstufen stellt sich in diesem Zusammenhang insbesondere auch die Frage nach Planungsmodellen und Planungskompetenzen, die den Anforderungen an zielgleichen und zieldifferenten Lernsituationen in heterogenen Lerngruppen gerecht werden. Für die Qualifizierung der professionellen Akteure wird im vorliegenden IKU-Projekt auf die professionelle kooperative Unterrichtsreihenplanung durch Sonderpädagogen und Regelschullehrkräfte in der Sekundarstufe I fokussiert.
Dazu wird zunächst auf Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen eine Qualifizierungsmaßnahme konzipiert und mit sechs Planungsteams an insgesamt drei Schulen der Sekundarstufe I durchgeführt. Als Interventionen werden fachliche Inputs, die Erprobung von Planungsmodellen zur binnendifferenzierten und förderdiagnostisch orientierten Reihenplanung sowie Coachings zur Unterrichtsplanung eingebracht. Die Qualifizierung setzt insbesondere auf Wechselwirkungen der fachbezogenen bzw. förderbedarfsspezifischen Expertisen der beteiligten Professionen. Die über insgesamt drei Jahre laufende qualitative Begleitforschung untersucht Veränderungen der kooperativen Planungsprozesse, der kognitiven Planungsskripte der Lehrpersonen sowie ausgewählte Aspekte der Umsetzung der kooperativ erfolgten Planung im Unterricht. Als Forschungsmethoden dienen zur Datenerhebung Interviews, Gruppendiskussionen, Audiomitschnitte von Planungssitzungen sowie Unterrichtsbeobachtungen und zur Auswertung die Inhaltsanalyse und die Dokumentarische Methode. Ziele des Projekts sind die Entwicklung eines evidenzbasierten. Modells der Planungskompetenz für inklusiven Unterricht und eines entsprechenden Qualifizierungskonzepts für Sonder- und Regelschullehrkräfte der Sekundarstufe I.
Laufzeit: 1.11.2017-30.10.2020

 

Erneutes Gratis-Schulungsangebot in Kooperation mit dem Autismus Zentrum in Netphen (Siegen) im SoSe 17


Weitere Informationen finden Sie hier

 

Forschungspartnerschaft zwischen dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und der Universität Siegen auf den Weg gebracht


Ab dem Sommersemester 2017 kooperiert die Forschungsgruppe „Prävention im Kindes- und Jugendalter“ (Leitung: Dr. Silke Pawils) am Institut für Medizinische Psychologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf im Rahmen einer Forschungspartnerschaft mit der Professur für Förderpädagogik mit dem Schwerpunkt Emotionale- und soziale Entwicklung unter der Leitung von Jun.-Prof. Dr. Daniel Mays.

Die Hamburger Forschungsgruppe bearbeitet ein breit gefächertes Themenspektrum der Prävention mit den Schwerpunkten auf Gewalt- und Suchtprävention bis hin zur allgemeinen Gesundheitsförderung. Die Präventionsprojekte beziehen sich meist auf die Zielgruppe von sozial belasteten Kindern und Jugendlichen und werden initiiert, um z.B.  praxisnahe Präventionsmaßnahmen zu erproben, aber auch um eine verbesserte Methodik zur Evaluationsforschung zu entwickeln. Zur Festigung der Partnerschaft werden die beiden Diplom-Psychologinnen Franka Metzner und Michelle Lok-Yan Wichmann den Arbeitsbereich von Jun.-Prof. Dr. Daniel Mays zunächst für ein Jahr verstärken.

Jun.-Prof. Dr. Mays verspricht sich von dieser überregionalen Forschungspartnerschaft neue Impulse für die Weiterentwicklung seines jungen Forscherteams: „Somit ist unser „Multiprofessionelles Team“ fast komplett. Neben der (sonder-)pädagogischen Profession, die durch Lisa Schneider und Holger Zielemanns in der notwendigen Breite hervorragend vertreten ist, wird zum 01.08. auch noch Studienrat Thomas Tigges mit der Lehrbefähigung für die Sekundarstufe I und II mit einer halben Stelle den Arbeitsbereich verstärken. Auf die beginnende Projektentwicklungsphase in diesem Team freue ich mich sehr!“ Auf der Agenda stehen nun Projekte zur entwicklungsproduktiven „Transitionsgestaltung bei Kindern und Jugendlichen mit herausfordernden Verhaltensweisen“ und zum Thema „Migration und Flucht in Schule“!

Link  zur Website

 

AKTUELLE NEUERSCHEINUNG!

von Daniel Mays

 
Kurztext
„Gemeinsam unterrichten
Damit Inklusion im Unterricht gelingt, müssen RegelschullehrerInnen, FörderpädagogInnen, Integrationskräfte und evtl. weitere pädagogische Fachkräfte zusammenarbeiten. Diese Situation ist neu. Wie sie gut gemeistert werden kann und was man dafür wissen muss, zeigt dieses Buch. LehrerInnen und PädagogInnen erfahren, wie Teamarbeit entwickelt und gestaltet werden kann, damit die Inklusion im Unterricht gelingt. Sie erhalten Strategien für eine gute Kommunikation und Abstimmung untereinander, mit SchülerInnen und Eltern. 50 Praxistipps helfen beim Start eines multiprofessionellen Teams, bei der Verteilung der Aufgaben im und außerhalb des Unterrichts und bei der Gestaltung des Unterrichts selbst.“
 

Inhaltsverzeichnis (PDF):

http://www.reinhardt-verlag.de/_pdf_media/inhalt025978.pdf
 

Rezensionen zum Buch: "Wir sind ein Team! Multiprofessionelle Kooperation in der inklusiven Schule“
 
 
„Ohne Umschweife wird beschrieben, wie Lehrkräfte, Förderpädagogen und Integrationskräfte ihre spezifischen Fähigkeiten und Aufgaben in eine gemeinsame Perspektive einbringen, dabei mit Konflikten umgehen, die strukturellen und rechtlichen Rahmenbedingungen bedenken und in fünf Phasen zum Team werden können. – Beeindruckend praxisnahe Anregungen.“ Prof. Dr. Jörg Schlömerkemper (Pädagogik 7-8/2016)
 
„Es ist noch kein Team vom Himmel gefallen – so könnte man das Buch auch betiteln. Ausgehend von einer realistischen Ein­schätzung vom Schulalltag einer inklusiven Schule zeigt der Autor auf, wie  sonderpädagogische Förderung im Team für alle befriedigend geplant und umgesetzt werden kann und welche Unterrichtsmethoden sich dafür eignen. Lehr-und Förderper­sonen verbringen knapp die Hälfte ihrer Arbeitszeit mit Unter­richten, den Rest machen neben der reinen Vorbereitung und Absprache teils komplexe und vielfältige Aufgaben aus, die von einer Lehrperson alleine gar nicht bewältigt werden können. Checklisten zu anfallenden Arbeiten im Unterricht, zu Eltern- und Gremienarbeit und für außerunterrichtliche Tätigkeiten können als Grundlage zur Aufgabenteilung im Team genützt werden. Zum Aufbau einer gemeinsamen Unterrichts- und Feedbackkultur braucht es Vertrauen und viel Zeit - « mindestens ein Schuljahr » – bis die wichtigsten Fragen zu gemein­samen Zielen, Rollen, Werten und pädagogischer Haltung aus­gehandelt sind. Schulleitungen erhalten praktische Hinweise, wie sie mit den Rahmenbedingungen, Strukturen und perso­nellen Ressourcen die Teamfindungsphase konstruktiv unter­stützen können.“
Erika Eichenberger (Basler Schulblatt 04/2016)
 

 

Ausleihmöglichkeit:

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