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DFG-Projekt: Der Campus als Leitbild und Praxis in Lokalen Bildungslandschaften

Projektbeschreibung

Campusbild

In der kommunalen Praxis in Deutschland finden sich vermehrt sogenannte Bildungslandschaften. Hier schließen sich Institutionen der Bildung, Betreuung und Erziehung - meist unter Beteiligung von Politik und Verwaltung - zu Expert*innennetzwerken zusammen, entwickeln Leitbilder und setzen Handlungskonzepte um. Ein Teil dieser Lokalen Bildungslandschaften wird nicht nur pädagogisch, sondern auch von Stadt-, Landschaftsplaner*innen und Architekt*innen baulich-gestalterisch realisiert. Ähnliche sozialraumorientierte Vorhaben entstehen weltweit, v. a. in Europa und Nordamerika. Als ein wesentlicher Befund bisheriger Untersuchungen zu sozialräumlichen Bildungslandschaften (z. B. das vorangegangene DFG-Projekt Lokale Bildungslandschaften und Stadtentwicklung) kristallisiert sich heraus, dass die städtebauliche Form des Campus eine zentrale Leitfigur in den Idealvorstellungen zahlreicher Akteur*innen einnimmt und gleichzeitig eine besonders verdichtete Form der Bildungslandschaft darstellt. Das Forschungsprojekt Der Campus als Leitbild und Praxis in Lokalen Bildungslandschaften nimmt diese Erkenntnis zum Ausgangspunkt und untersucht in zwei Projektbausteinen die Entwicklung und Nutzung von zwei ausgewählten Campusprojekten im Kontext von Lokalen Bildungslandschaften.

In Projektbaustein 1 wird die Konzipierung und Realisierung von Campusprojekten erforscht. Der Fokus liegt auf der wechselseitigen Entwicklung von Expert*innennetzwerken und Leitbildern. Als Erhebungsinstrumente dienen Gruppendiskussionen mit relevanten Akteur*innen und Gremienbeobachtungen. Im 2. Projektbaustein werden die auf den Campus entstehenden Alltagspraktiken der Nutzer*innen (v. a. Jugendliche) untersucht, bspw. Aneignungsprozesse und Raumwahrnehmungen. Die dazugehörigen Erhebungsinstrumente sind Raumanalysen, Beobachtungen, standardisierte Befragungen und Narrative Landkarten.

Drei Perspektiven charakterisieren das Projekt: (1) Die innere Perspektive, die durch die Erfassung von Meinungen und Praktiken realisiert wird. (2) Der Fokus auf kollektive Aktivitäten, die in Form von verbalen und räumlichen Handlungen von sozialen Gruppen erfasst werden. (3) Die Prozessperspektive, die durch einen Längsschnitt über zwei Jahre erreicht wird. Als theoretischer Bezugspunkt dient u. a. die Akteur-Netzwerk-Theorie, da sie als Heuristik ermöglicht, die Dichotomisierung in menschliche Akteure und nicht-menschliche Dinge zu überwinden. Somit kann auch

der Zusammenhang aus Sozialität und Materialität empirisch erhoben werden. Fokussiert wird auf die soziomaterielle Wirklichkeit der Zu- und Übergangssituationen der Campus, da diese bei der inhaltlich- und räumlich-konzeptionellen Gestaltung besondere Aufmerksamkeit erfahren. Die forschungsleitenden Fragen sind: (1) In welcher Weise entwickeln sich Leitbilder und Expert*innennetzwerke von Campus, und welche Bedeutungen werden der Campus-Form hinsichtlich pädagogischer und räumlicher Ziele zugesprochen? (2) In welcher Weise zeigen sich Raumwahrnehmung, -nutzung, -aneignung und -gestaltung von Akteur*innen des jeweiligen Campus, und welche sozio-materiellen Wirklichkeiten entstehen an Zu-/Übergangen?

Besuchen Sie auch die Projekthomepage der TU Berlin!

Abbildung_Projektbausteine_DFG

 

Information zu den narrativen Landkarten

Liebe Jugendliche,

Wir, das Team der TU Berlin und der Universität Siegen, erforschen Bildungslandschaften. Eine lokale Bildungslandschaft zeichnet sich aus durch die Zusammenarbeit aller Einrichtungen, die an einem bestimmten Ort an der Bildungsarbeit beteiligt sind. Der Ort wird oft als Campus bezeichnet. Für dieses Forschungsprojekt wurden zwei Campus-Standorte ausgewählt: der Campus für lebenslanges Lernen in Osterholz-Scharmbeck (Niedersachsen) und der Campus Efeuweg (Berlin-Gropiusstadt).

Wichtige Forschungsfragen für uns sind unter anderem, wie junge Nutzer und Nutzerinnen den Campus wahrnehmen, wie sie ihn nutzen und was genau auf dem Campus passiert. Um Antworten auf diese Fragen zu finden, gibt es eine Methode: narrative Landkarten.

Narrative Landkarten sind eine Kombination aus Interviews und dem Zeichnen einer individuellen Karte des Ortes. Dabei zeichnet und erzählt ihr, was euch an diesem Ort wichtig ist, was euch gefällt, was nicht, wo ihr gerne hingeht, welche Bereiche ihr meidet. Vor dem Hintergrund der aktuellen COVID-19-Pandemie interessiert uns auch die Frage, warum und wie sich die Situation für euch verändert hat. Wir sind gespannt auf eure Sicht auf den Campus.

Wie oben beschrieben, möchten wir Dich zu einem Interview einladen. Aufgrund der COVID-19-Pandemie und um den bestmöglichen Schutz zu gewährleisten, werden wir das Interview in digitaler Form mithilfe eines Tablets und einer digitalen Plattform (Whiteboard) durchführen. Das Interview dauert ca. 30 Minuten und muss in einem ruhigen Raum stattfinden, damit wir einander gut hören und verstehen können. Wir werden den Verlauf des Gesprächs aufzeichnen, das hilft uns eure Aussagen zu erfassen und mit euch in ein Gespräch zu kommen. Dafür brauchen wir von Dir eine Einverständniserklärung.

Gerne beantworten wir Deine Fragen zum Forschungsprojekt und zum Ablauf des Interviews. Du kannst uns über s.klepp@tu-berlin.de per Mail erreichen.

Wir hoffen, Dein Interesse geweckt zu haben!

Viele Grüße

Das Forschungsteam

Liebe Jugendliche,

Wir, das Team der Universität Siegen und der TU Berlin, erforschen Bildungslandschaften. Eine lokale Bildungslandschaft zeichnet sich aus durch die Zusammenarbeit aller Einrichtungen, die an einem bestimmten Ort an der Bildungsarbeit beteiligt sind. Der Ort wird oft als Campus bezeichnet. Für dieses Forschungsprojekt wurden zwei Campus-Standorte ausgewählt: der Campus für lebenslanges Lernen in Osterholz-Scharmbeck (Niedersachsen) und der Campus Efeuweg (Berlin-Gropiusstadt).

Wichtige Forschungsfragen sind für uns unter anderem, wie junge Nutzer und Nutzerinnen den Campus wahrnehmen, wie sie ihn nutzen und was genau auf dem Campus passiert. Um Antworten auf diese Fragen zu finden, gibt es eine Methode: narrative Landkarten.

Narrative Landkarten sind eine Kombination aus Interviews und dem Zeichnen einer individuellen Karte des Ortes. Dabei zeichnet und erzählt ihr, was euch an diesem Ort wichtig ist, was euch gefällt, was nicht, wo ihr gerne hingeht, welche Bereich ihr meidet. Vor dem Hintergrund der aktuellen COVID-19-Pandemie interessiert und auch die Frage, warum und wie sich die Situation für euch verändert hat. Wir sind gespannt auf eure Sicht auf den Campus. 

Wie oben beschrieben, möchten wir Dich zu einem Interview einladen. Aufgrund der COVID-19-Pandemie und um den bestmöglichen Schutz zu gewährleisten, werden wir das Interview in digitaler Form mithilfe eines Tablets und einer digitalen Plattform (Whiteboard) durchführen. Das Interview dauert ca. 30 Minuten und muss in einem ruhigen Raum stattfinden, damit wir einander gut hören und verstehen können. Wir werden den Verlauf des Gesprächs aufzeichnen, das hilft uns eure Aussagen zu erfassen und mit euch in ein Gespräch zu kommen. Dafür brauchen wir von Dir eine Einverständniserklärung. Schreib uns hierfür gerne eine Nachricht an campusprojekt@erz-wiss.uni-siegen.de und wir beantworten alle Deine Fragen zum Forschungsprojekt und zum Ablauf des Interviews.

Wir hoffen, Dein Interesse geweckt zu haben!

Viele Grüße,

Das Forschungsteam

 

Kontakt bei Fragen zum Projekt

campusprojekt@erz-wiss.uni-siegen.de

Laufzeit des Projekts

01.01.2019 bis 31.12.2021

Projektleitung

Prof. Dr. Thomas Coelen

Prof. Dr. Angela Million (TU Berlin);

Projektmitarbeiter

Simon Hemmerich, M.A. * (Uni Siegen)

Hannah Jestädt, M.A.  * (Uni Siegen)

Christine Zinke, M.A. * (Uni Siegen)

Sarah Klepp, M.A. (TU Berlin)

Marina Biljan (Uni Siegen)

Zoya Solovieva (TU Berlin)         

*Ansprechpartner*in in Siegen