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Jugendkriminalität in der "Sattelzeit" | DFG-Projekt

 

Jugend unter Verdacht
Junge Menschen als Problem im 18. und 19. Jahrhundert

 
Tagung 29. Februar & 1. März 2024

 

Für die Anmeldung, Programm und weitere Informationen bitte hier klicken.

 Flyer zum Download

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Team

Team Sattelzeit

 

Projektbeschreibung

Das Projekt zielt darauf ab, die Konzeptualisierung von Jugendkriminalität während der sog. "Sattelzeit" gegen Ende des 18. und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu erschließen. Es wird davon ausgegangen, dass sich in dieser Zeit eine grundlegende Transformation der Art und Weise ergab, wie Jugendkriminalität verstanden wurde und bearbeitet werden sollte. Konkret sollen die folgenden Fragen adressiert werden:

  1. Wird Jugendkriminalität in den analysierten Quellen gegenüber der insbesondere Erwachsenen zugeschriebenen Kriminalität eine eigenständige Qualität attestiert?
  2. Welche Begründungen der Delinquenz junger Menschen werden kommuniziert?
  3. Welche Reaktionen auf Delinquenz werden postuliert und mit welchen Zielen werden diese Maßnahmen verbunden?

Diese Fragen sollen durch drei Arten von Quellen rekonstruiert werden: Kommunikation im Umfeld des ersten Preußischen Kultusministeriums seit 1825, Policey-Ordnungen sowie öffentliche Debatten in Zeitungen. Die Rekonstruktion wird damit bewusst auf den politisch-administrativen und öffentlichen Diskurs eingegrenzt. Analysen aus den drei Quellenarten werden zusammengeführt, um in einer differenzierten Synopse ein komplexes Bild von Jugendkriminalität im genannten Zeitraum zu erschließen. Die Projektziele schließen einen Fokus darauf ein, wie Jugend prinzipiell konzipiert wurde und wie besondere Maßnahmen von Hilfe und Erziehung bei Jugendlichen begründet wurden, die der Delinquenz beschuldigt wurden. Mit dem Fokus auf Jugendkriminalität kann das Projekt deshalb einen wichtigen Beitrag nicht nur zur historischen Kriminalitätsforschung, sondern auch zur historischen Jugendforschung sowie zudem zur historischen Sozialpädagogik leisten.


Förderzeitraum: 01.09.2021 - 31.10.2024


Projektbezogene Publikationen

  • M. Rocher (2023): Pädagogik gegen die freie Zeit. Die unbeaufsichtigte Zeit als pädagogisches Problem im 18. Jahrhundert. Angenommener Beitrag (peer-review) für den Thementeil des Jahrbuches für Historische Bildungsforschung 29 (erscheint 2024).
  • B. Dollinger/K. Keßler/M. Rocher (2023; in Druck): "Jugend" als Objekt der Policey. Eine Annäherung an Jugendvorstellungen in Preußischen Policeyordnungen des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts. In: H. Breit/C. Himmelsbach/R. Hoffmann/U. Bittling-mayer/J. Gerdes (Hg.): Mit Wissenschaft über Wissenschaft hinaus. Weinheim.
  • B. Dollinger/K. Keßler/M. Rocher (2023): Kriminalitätsvermeidung durch Erziehung? Die Konstitution von Jugendkriminalität um 1800. In: ZJJ. 34. Jg. S. 4-11. 
  • B. Dollinger (2023): Formen von Kriminalität. Zur historischen Hervorbringung differentieller Kriminalitätswirklichkeiten. In: Kriminologisches Journal. 55. Jg. S. 217-233.
  • B. Dollinger (2022): Zwischen Recht und Pädagogik: Über die Behandlung von Jugendkriminalität als Erziehungsproblem in Preußen zu Beginn des 19. Jahrhunderts. In: Zeitschrift für Sozialpädagogik. 20 Jg. S. 159-176.
  • B. Dollinger (2021): Als Kriminalität eine Biografie bekam. Paradoxien der Konzeptualisierung von Kriminalität in den Kriminalgeschichten der Spätaufklärung. In: Kriminologisches Journal. 53. Jg. S. 242-257. 
  • B. Dollinger/S. Heppchen (2019): Narratives of Conviction and the Re-Storying of 'Offenders'. In: J. Fleetwood/L. Presser/S. Sandberg/T. Ugelvik (Hg.): Emerald Handbook of Narrative Criminology. Bingley. S. 303-320.
  • B. Dollinger/M. Schabdach (2012): Soziale Arbeit und die "Policey". In: Zeitschrift für Sozialpädagogik. 10. Jg. S. 227-243.
 
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