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Ziele und Profil

Das Studienangebot im Schnittfeld zwischen Schul- bzw. Berufs- und Wirtschaftspädagogik, Psychologie und Sozialpädagogik dient nicht allein der individuellen Förderung benachteiligter Kinder und Jugendlicher, sondern vor allem dem Abbau struktureller Benachteiligungen im deutschen Bildungssystem. Für das Bildungssystem gilt stärker denn je, eine „gesellschaftliche Zuteilungsapparatur für das Leben“ zu sein. Die damit verbundenen Bildungschancen und Benachteiligungen stellen deshalb eine immense Herausforderung für die Bildungspolitik wie für die darauf ausgerichteten Ausbildungssysteme dar.

Der Studiengang eröffnet die Möglichkeit, in neuen Arbeitsfeldern tätig zu werden, welche sich vor  allem  durch  das  Ganztagsschulmodell  und  die  Reorganisation  der  Sekundarstufe  I  gebildet  haben. Darüber hinaus sind der Bereich der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit und das breite Arbeitsfeld der beruflichen Rehabilitation und die Benachteiligtenförderung von erheblicher Bedeutung (vgl. hierzu die Berufsbildungsberichte der Bundesregierung).

Zu den Aufgaben in diesen Arbeitsfeldern gehören u.a.: Organisation von präventiven Maßnahmen, Case Management, individuelle Ressourcenstärkung, Erstellung individueller Förderpläne, Klärung von Rechtsfragen, Diagnostik  und  Beurteilung  von  Leistungsfähigkeit,  Unterrichten und  Beraten, Qualitätssicherung. Nach Abschluss des Studiums arbeiten die Absolvent/innen im Bildungssektor, vorzugsweise in Schulen  sowie  bildungsnahen  sozialen  Institutionen.  Sie  sollen  dazu  beitragen,  Benachteiligungen  abzubauen und gezielte Förderprozesse anzuregen und zu unterstützen. Die erforderlichen Kompetenzen für diese Arbeit beziehen sich vor allem auf folgende Tätigkeiten: 

 

• BERATEN UND UNTERSTÜTZEN von Kindern/Jugendlichen und ihren Familien (z.B. Ressourcenerschließung,            Coaching/Zukunftsplanung)
 

•  BERATEN UND UNTERSTÜTZEN der Lehrer/innen (z.B. soziale Diagnose und Beurteilung von Leistung, Förderpläne)

•  BERATEN UND INNOVIEREN Fokus Schulleitung (z.B. Case Management; Rechtsfragen) 

• KOOPERATION MIT SOZIALEN EINRICHTUNGEN (z.B. Unterstützung von Förderprozessen in der Freizeit, therapeutische Hilfen, Berufsorientierung etc.)

•  FACHLICHE  VERNETZUNG  (z.B.  Prävention,  bildungspolitische  Interventionen,  Steuerungsmodelle)

 

Das  Studium  schließt  gemäß  den  Ländergemeinsamen  Strukturvorgaben  vom  10.10.2003  mit dem Grad „Bachelor of Arts“ ab. Inhaltlich materiell handelt es sich um einen universitären Studiengang, der wegen der Entwicklungs- und Inklusionsproblematik einer besonderen Professionalisierungsperspektive bedarf. Diese spiegelt sich auch im Aufbau des Studiengangs:

 

• Erstens sind alle Inhalte des Studiums auf Fragen der Inklusion ausgerichtet. Gesellschaftliche Teilhabe  kann  insofern  als  das  zentrale  erkenntnistheoretische  Grundmuster  des  Studiums verstanden werden. 

• Zweitens arbeiten die Studierenden über einen Zeitraum von drei Semestern konkret in einer Einrichtung und betreuen im Rahmen eines Case Managements Kinder und Jugendliche, Erwachsene oder Senioren (mehr dazu hier).

• Drittens dient ein grundständiges Modul der subjektbezogenen Qualifikation. Schließlich resultiert der Erfolg der Arbeit wie der Ausbildung nicht ausschließlich aus dem so genannten Fachwissen und –können. Vielmehr ist darüber hinaus eine spezifische Kombination von Sozial- und Selbstkompetenz erforderlich. Im Modul werden deshalb das berufsrelevante Wissen und Können sowie die Berufsethik und die Arbeitstugenden im Hinblick auf Vorgaben wie eine flexible, autonome Anwendung mitsamt eventuellen Ermessensspielräumen bearbeitet. Das Kompetenzspektrum  bzw.  die  berufliche  Qualifikation  bezieht  sich  immer  auf  unterschiedlichen Ebenen eines Berufbildes und umfasst Selbst-, Sozial- und Fachkompetenz als Einheit.

 

Die fachlichen und überfachlichen Qualifikationsziele des Studiengangs haben sich als sinnvoll erwiesen, was sich u.a. mit Blick auf 

 

•  die erfolgreichen Übergänge der Absolventinnen und Absolventen in Masterstudiengänge,

•  die Einmündung in Beschäftigungsverhältnisse in unterschiedlichen pädagogischen Erwerbsarbeitsfeldern sowie

•  die Schaffung neuer Stellen für die Absolventinnen und Absolventen in den Praxiseinrichtungen zeigen lässt.