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Projekte

Abgebrochene Zugänge zu bürgerschaftlichem Engagement. Eine qualitative Studie am Beispiel von Menschen mit Migrationshintergrund in deutschen Wohlfahrtsverbänden.

DFG-Projekt

Förderzeitraum: 01.06.2014 - 31.08.2017

Durch den öffentlich postulierten Bedeutungszuwachs der Zivilgesellschaft erhält bürgerschaftliches Engagement eine zunehmende Relevanz für gesellschaftliche Teilhabe. Gleichzeitig sind sozial benachteiligte Gruppen und Minderheiten in diesem Engagement unterrepräsentiert. Während individuelle Motive für die Aufnahme und Aufrechterhaltung von BE gut erforscht sind, ist das Ziel des beantragten Forschungsprojektes die Rekonstruktion der Prozesse, welche zum Abbruch von bürgerschaftlichem Engagement führen. Die Frage nach der Bedeutung sozialer Differenzen im Abbruchsprozess wird am Beispiel von Menschen mit Migrationshintergrund erforscht, welche ihr Engagement in Wohlfahrtsverbänden als Organisationen der deutschen Mehrheitsgesellschaft abgebrochen haben. Der Abbruch wird im Zusammenhang mit und als Ende eines Zugangsprozesses verstanden. Zugangs- und Abbruchprozesse werden als eine in der Interaktion zwischen dem Handlungsumfeld des Engagements und den Engagementinteressierten sozial hergestellte Wirklichkeit erforscht. Aus diesem Grund wird die Perspektive der einzelnen Engagierten, welche ihr Engagement abgebrochen haben, mit derjenigen des Engagementumfeldes in Beziehung gesetzt. Erstere wird über themenzentrierte narrative Interviews erhoben, letztere über Gruppendiskussionen.

 

Welche Aspekte psychosozialer Angebote erleben chronisch psychisch leidende Menschen als hilfreich?
Ein Forschungs- und Praxisentwicklungsprojekt zur Optimierung ambulanter psychosozialer Hilfsangebote

Kooperationspartner:

  • Universität Siegen:  Projektleitung: Prof. Dr. Chantal Munsch
  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Julia Tamm
  • Praxis: Arbeitsgemeinschaft Gemeindepsychiatrie Rheinland e.V. (6 Einrichtungen)
  • Öffentlicher Träger: Landschaftsverband Rheinland
  • Eckhard Busch Stiftung


Ambulante Betreuungsformen für psychiatrieerfahrene Menschen gehen u.a. auf die Antipsychiatriebewegung und die daraus resultierende Gemeindepsychiatrie in den 1970er Jahren zurück. Sie sollen Menschen dabei unterstützen, mit ihrem psychischen Handicap in ihrem gewohnten sozialen Umfeld einen möglichst selbstbestimmten Alltag zu leben. Die Fallzahlen in diesen Hilfen nehmen kontinuierlich zu. Gleichzeitig bleiben wichtige Fragen, v.a. in Bezug auf die gesellschaftliche Teilhabe von psychisch leidenden Menschen offen.

Ziel des Projektes ist ein Leitfaden zur Verbesserung ambulanter psychosozialer Hilfen, sodass sie genauer zu den Bedarfen der AdressatInnen, zu ihrer Lebensgeschichte, ihrem Alltag und ihrer Lebenswelt passen und damit zielgerichteter ein selbstbestimmtes und selbständiges Leben unterstützen.

Welche Aspekte der ambulanten Hilfen dazu beitragen, Selbständigkeit zu fördern oder im Gegenteil ohne Wirkung bleiben oder sogar auf dem Weg zu einem autonomeren Leben behindern, können Menschen, die selbst aufgrund einer chronischen psychischen Erkrankung ambulant von SozialpädagogInnen/SozialarbeiterInnen und anderen Fachkräften betreut werden, am besten beantworten. Wir brauchen ihr Wissen als ExpertInnen ihres Lebens und der erhaltenen Hilfen – und zwar gerade in Bezug auf das Leben mit chronisch psychischer Not. Deswegen werden die Erfahrungen der psychiatrieerfahrenen AdressatInnen in Interviews erhoben, ausgewertet und in regelmäßigen Workshops mit MitarbeiterInnen aus sechs Einrichtungen der Arbeitsgemeinschaft Gemeindepsychiatrie Rheinland (AGpR) diskutiert, damit sie in die alltägliche Betreuungspraxis einfließen können.

 

Lebensalltag in Geisweid gestern und heute: Lehrforschungsprojekt zur Erkundung von Heterogenität und Diversity im migrationsgeprägten Sozialraum

Masterstudiengang Bildung und Soziale Arbeit
Wintersemester 2011/2012 und Sommersemester 2012
Projektleitung: Dr. Susanne Gerner

Seit dem Ende des zweiten Weltkrieges weist der ehemalige Montanstandort Siegen-Geisweid einen höchst dynamischen wirtschaftlichen und demografischen Strukturwandel auf. Im Zuge von Industriealisierung, Arbeitsmigration und De-Industriealisierung steht der Stadtteil heute vor komplexen sozialen, demografischen und städtebaulichen Herausforderungen.
Das Lehrforschungsprojekt widmete sich der Erforschung des Siegener Stadtteils Geisweid mithilfe von diversitätstheoretischen und empirisch-sozialräumlichen Perspektiven. In enger Kooperation mit lokalen Akteurinnen und Akteuren der Sozialen Arbeit, Stadt- und Quartiersentwicklung wurden folgende Forschungsfragen untersucht: Wie wird das Leben und Wohnen in Geisweid erlebt? Wie nehmen verschiedene Gruppen den Stadtteil wahr z. B. Kinder, Jugendliche, ältere Menschen oder zugewanderte Menschen? Wie ist die Infrastruktur? Wo gibt es soziale Probleme und Interessenskonflikte? Welche Prozesse der Stadtentwicklung finden derzeit statt? Welche Entwicklungspotenziale zeigen sich?

Die Ergebnisse wurden in der Broschüre „Stadtteilführer Siegen-Geisweid“ zusammengefasst. Die Publikation wurde in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der Vereine Klafeld-Geisweid-Dillnhütten e. V. (ARGE) und dem Mehrgenerationenhaus Siegen im Bürgerhaus Geisweid erstellt. Eine Druckversion ist über die ARGE erhältlich.

Download Stadtteilführer Siegen-Geisweid

Nähere Informationen und Kontakt:
gerner@fb2.uni-siegen.de