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Forschung

Unsere Forschung befasst sich mit den Bedingungen, Prozessen und Konsequenzen der Selbstregulation und des Zielstrebens in unterschiedlichen Kontexten wie Schule, Studium und Gesundheitsverhalten. In die Interaktion mit diesen Kontexten bringen Menschen eigene Personenmerkmale (z.B. Persönlichkeitseigenschaften, selbstregulatorische Kompetenzen, Ziele und Bedürfnisse) ein, die das Ergebnis der Interaktion mitbestimmen. So kann – abhängig von Kontext- und Personenmerkmalen – Selbstregulation gelingen oder misslingen, wobei letzteres negative Konsequenzen für das Individuum und hohe Kosten für die Gesellschaft verursachen kann, zum Beispiel wenn daraus Übergewicht, ungenügende Leistungen in Schule, Studium und Beruf oder ein geringes Wohlbefinden folgen. Das Ziel unserer Forschung ist es, psychologisches Wissen über die grundliegenden Prozesse, die solchen Problemen zu Grunde liegen, zu erweitern und theoretisch und empirisch fundierte Lösungsansätze zu erarbeiten.

Konkrete Forschungsprojekte befassen sich mit den folgenden Themen:

 


Prof. Dr. Marie Hennecke

Sebastian Bürgler

Im Alltag erleben Personen häufig Selbstkontrollkonflikte, d.h. Situationen, in denen das, was sie laut ihren Zielen tun sollten (sich gesund ernähren, Sport treiben, für eine Prüfung lernen) nicht dem entspricht, was sie im Moment gerne tun würden (lecker, aber ungesund essen, auf dem Sofa entspannen, im Internet surfen). Wie können sich Personen in diesen Situationen selbst dabei helfen, ihre Ziele dennoch gewissenhaft zu verfolgen? Welche Strategien wenden sie an? Welche Strategien helfen ihnen wirklich?

Kooperationspartner/in:

Prof. Dr. Veronika Brandstätter (Universität Zürich)
Prof. Dr. Rick Hoyle (Duke University)

Projektförderung:
Schweizerischer Nationalfonds


Sebastian Bürgler

Prof. Dr. Marie Hennecke

Selbstkontrollkonflikte sind Konflikte, in denen sich Personen zu einer unangenehmen Aufgabe aufraffen, bei einer solchen über längere Zeit durchhalten, oder einer Versuchung widerstehen müssen, um längerfristige Ziele zu erreichen. Um dies zu bewerkstelligen, können Personen diverse Selbstkontrollstrategien einsetzen (z.B. an die positiven oder negativen Konsequenzen denken, der Aufgabe etwas Angenehmes hinzufügen, sich spezifische Ziele setzen und viele mehr). Ist in diesem Zusammenhang die Flexibilität in der Nutzung von Strategien wichtig für den erfolgreichen Umgang mit Selbstkontrollkonflikten? Im spezifischen sind drei Komponenten von Flexibilität von Interesse: die Kontext-sensitive Auswahl einer Strategie, das Repertoire an verschiedenen Strategien einer Person, und das Monitoring von Feedback betreffend der Effektivität einer eingesetzten Strategie.

Kooperationspartner/in:

Prof. Dr. Veronika Brandstätter (Universität Zürich)
Prof. Dr. Rick Hoyle (Duke University)

Projektförderung:
Schweizerischer Nationalfonds


Korbinian Kiendl

Prof. Dr. Marie Hennecke

Im Alltag begegnen Personen immer wieder Selbstkontrollkonflikten, d.h. Situationen, in denen das, was sie laut ihrer Ziele tun sollten (z.B. Sport zu treiben) mit einer Versuchung (z.B. TV-Serien zu schauen) in Konflikt steht. Wenn Menschen sich für die kurzfristig angenehme Versuchung entscheiden, können sie Reue erleben. Wäre es zugunsten der Selbstkontrolle sich vorzustellen, wie sehr man den Fall, der Versuchung nachzugeben, langfristig bereuen würde? Und wäre es allgemein eine hilfreiche Selbstkontrollstrategie, sich vorzustellen, welche Emotionen man durch eine Handlung auslöst?


Dr. Dr. Momme von Sydow

Prof. Dr. Marie Hennecke

Bei der Verfolgung von Zielen interagieren unsere Handlungen häufig positiv oder negativ mit anderen Zielen. Etwa mag das Ziel die Gesundheit mittels Fitnesstrainings zu steigern, vermutlich oft positive Nebeneffekte auf den Erfolg von Arbeitsprojekten haben. Nebeneffekte oder Externalitäten unserer Handlungen, ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt, scheint es aller Orten zu existieren und Forschung zur Selbstregulation hat in letzten Jahren zunehmend die Bedeutung von Interaktionen von Mitteln und Zielen herausgestellt (z.B. Kruglanski et al., 2012). Dieses Projekt soll untersuchen, wie gut oder schlecht Menschen solche Interaktionen in Lernparadigmen eigentlich lernen können und explorieren, welche Faktoren in synchronen und diachronen Kontexten unsere Fähigkeit verbessern, solche Mittel-Ziel-Interaktionen zu erkennen.


Prof. Dr. Marie Hennecke

Ziele können sich auf positive Endzustände (Annäherungsziele, z.B. eine Prüfung bestehen) oder negative Endzustände (Vermeidungsziele, z.B. nicht durch die Prüfung fallen) beziehen. Welche Folgen hat es für das Erleben der Zielmittel, also für die zielgerichteten Tätigkeiten (z.B. Lernen), ob das Ziel positiv, also annäherungsorientiert, oder negativ, also vermeidungsorientiert, formuliert ist? Und wie können wir erklären, ob eine Person in Bezug auf ein Ziel eher annäherungs- oder vermeidungsorientiert denkt, fühlt und handelt?

Kooperationspartner/in:

Prof. Dr. Veronika Brandstätter (Universität Zürich)


Prof. Dr. Marie Hennecke

In diesem Kooperationsprojekt mit Prof. Dr. Maike Luhmann und Dr. Till Kaiser (Ruhr-Universität Bochum) untersuchen wir die Funktion der eigenen Lebenszufriedenheit für motivationale und selbstregulative Prozesse. Welche Folgen hat es z.B. für Zielsetzungen, ob eine Person mit ihrem Leben als Ganzes oder mit konkreten Lebensbereichen (Beruf, Wohnsituation, Partnerschaft) eher zufrieden oder unzufrieden ist?

Kooperationspartner/in:

Prof. Dr. Maike Luhmann (Ruhr-Universität Bochum)
Dr. Till Kaiser (Ruhr-Universität Bochum)

Projektförderung:

European Association for Social Psychology
Deutsche Forschungsgemeinschaft (PI: Maike Luhmann)