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Forschung

Unsere Forschung befasst sich mit den Bedingungen, Prozessen und Konsequenzen der Selbstregulation und des Zielstrebens in unterschiedlichen Kontexten wie Schule, Studium und Gesundheitsverhalten. In die Interaktion mit diesen Kontexten bringen Menschen eigene Personenmerkmale (z.B. Persönlichkeitseigenschaften, selbstregulatorische Kompetenzen, Ziele und Bedürfnisse) ein, die das Ergebnis der Interaktion mitbestimmen. So kann – abhängig von Kontext- und Personenmerkmalen – Selbstregulation gelingen oder misslingen, wobei letzteres negative Konsequenzen für das Individuum und hohe Kosten für die Gesellschaft verursachen kann, zum Beispiel wenn daraus Übergewicht, ungenügende Leistungen in Schule, Studium und Beruf oder ein geringes Wohlbefinden folgen. Das Ziel unserer Forschung ist es, psychologisches Wissen über die grundliegenden Prozesse, die solchen Problemen zu Grunde liegen, zu erweitern und theoretisch und empirisch fundierte Lösungsansätze zu erarbeiten.

Konkrete Forschungsprojekte befassen sich mit den folgenden Themen:

  1. Umgang mit Selbstkontrollkonflikten: Im Alltag erleben Personen häufig Selbstkontrollkonflikte, d.h. Situationen, in denen das, was sie laut ihren Zielen tun sollten (sich gesund ernähren, Sport treiben, für eine Prüfung lernen) nicht dem entspricht, was sie im Moment gerne tun würden (lecker, aber ungesund essen, auf dem Sofa entspannen, im Internet surfen). Wie können sich Personen in diesen Situationen selbst dabei helfen, ihre Ziele dennoch gewissenhaft zu verfolgen? Welche Strategien wenden sie an? Welche Strategien helfen ihnen wirklich?

    Kooperationspartner/in:
    Prof. Dr. Veronika Brandstätter (Universität Zürich)
    M. Sc. Sebastian Bürgler (Universität Siegen)
    Prof. Dr. Rick Hoyle (Duke University) 

    Projektförderung: Schweizerischer Nationalfonds


  2. Erklärung individueller Unterschiede in Selbstregulationskompetenz: Manchen Personen fällt es viel leichter als anderen ihre Ziele gewissenhaft zu verfolgen. Wie lassen sich diese Persönlichkeitsunterschiede erklären? Welche Prozesse liegen ihnen zugrunde? 

    Kooperationspartner: 
    Prof. Dr. Benjamin A. Converse (University of Virginia) 
  3.  

  4. Annäherungs- und Vermeidungsmotivation: Ziele können sich auf positive Endzustände (eine Prüfung bestehen) oder negative Endzustände (nicht durch die Prüfung fallen) beziehen. Welche Folgen hat es für das Erleben der Zielmittel, also für die zielgerichteten Tätigkeiten (z.B. Lernen), ob das Ziel positiv, also annäherungsorientiert, oder negativ, also vermeidungsorientiert, formuliert ist? Und wie können wir erklären, ob eine Person in Bezug auf ein Ziel eher annäherungs- oder vermeidungsorientiert denkt, fühlt und handelt? 
     
    Kooperationspartnerin:
    Prof. Dr. Veronika Brandstätter (Universität Zürich) 
     
     
  5. Selbstregulation als Determinante von und Folge von Persönlichkeitsentwicklung: Im Laufe ihres Lebens verändern sich Personen. Sie werden, im Schnitt, zunehmend gewissenhafter, emotional stabiler und verträglicher. Welche Rolle spielen Ziele und Prozesse der Selbstregulation dabei? Führen Personen diese positiven Veränderungen zum Teil selbst herbei, weil sie sie als erstrebenswert erachten? 
     
    Kooperationspartnerin:
    Prof. Dr. Jule Specht (Humboldt-Universität zu Berlin) 
     
    In Zusammenarbeit mit dem Sozioökonomischen Panel (SOEP) 
     
     
  6. Lebenszufriedenheit als Determinante von Motivation: In diesem Kooperationsprojekt mit Prof. Dr. Maike Luhmann und Dr. Till Kaiser (Ruhr-Universität Bochum) untersuchen wir die Funktion der eigenen Lebenszufriedenheit für motivationale und selbstregulative Prozesse. Welche Folgen hat es z.B. für die eigenen Zielsetzungen, ob eine Person mit ihrem Leben als Ganzes oder mit konkreten Lebensbereichen (Beruf, Wohnsituation, Partnerschaft) eher zufrieden oder unzufrieden ist?  
     
    Kooperationspartner/in:
    Prof. Dr. Maike Luhmann (Ruhr-Universität Bochum)
    Dr. Till Kaiser (Ruhr-Universität Bochum) 
     
    Projektförderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (PI: Maike Luhmann, eigene Rolle: Kooperationspartnerin)  
     
     
     

Forschungsmethoden  

 
Wir greifen auf diverse Forschungsmethoden zurück. Dazu zählen die Analyse objektiv-beobachtbaren Verhaltens (Reaktionszeitmessung, freiwillige Beschäftigungsdauer mit Aufgaben, Aufgabenleistung), sowie die Analyse subjektiver Erfahrungen (Fragebögen, „Experience Sampling“). Experimentelle Paradigmen werden kombiniert mit ambulatorischen Erhebungen im Alltag von Studienteilnehmenden. 
 
 

Open Science 

 
Wir messen den Prinzipien offener Wissenschaft einen hohen Stellenwert bei.