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PBA-E

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Pferdegestützte Biografiearbeit mit Menschen in der zweiten Lebenshälfte(PBA-E)


Kooperationspartner: Fachkräfte aus dem Bereich der Pferdegestützten Interventionen

 

ProjektmitarbeiterInnen: Julia Schmidt

Bisherige Förderung: Landesmittel, Rittal Foundation, Breuer GmbH, J. J. Darboven GmbH & Co. KG, REWE-Markt Heidrich oHG, BÖHL-Kunststofftechnik GmbH & Co. KG, Gesundheitszentrum Erndtebrück Nina Völkel-Böhl, LVM Versicherungsagentur Christian Walczok, Förderverein des Zentrums Therapeutisches Reiten Niederrhein e.V., Bürgerstiftung Siegen, Zahnarztpraxis Dr. Schwarz, Schleich GmbH, Strohm Hufbeschlagartikel, Pferdesporthaus Loesdau GmbH & Co. KG  

Dauer: 2018-2021 


Projektbeschreibung


Das Medium Pferd wird aufgrund seiner vielfältigen Wirkfaktoren in den diversen sozialen, pädagogischen, therapeutischen sowie medizinischen Handlungsfeldern eingesetzt. Die primäre Zielgruppe dieser ergänzenden Interventionsmaßnahme sind Kinder und Jugendliche, die einen ganzheitlichen Förderbedarf aufweisen. Trotz des demografischen Wandels finden präventive Angebote für ältere Menschen sowohl in der Fachliteratur als auch in der pferdegestützten Praxis bisher kaum Berücksichtigung, obwohl diese möglicherweise auf eine gemeinsame Entwicklungsgeschichte mit dem Pferd als Arbeits- und Nutztier zurückblicken können. Die zweite Lebenshälfte (ab dem 50. Lebensjahr) ist vielfach von bedeutsamen emotionalen, sozialen, sensorischen, motorischen und kognitiven Veränderungen geprägt. Hinzukommen können kritische Lebensereignisse, z.B. der Verlust von Bezugspersonen, Beziehungsprobleme, Veränderungen am Arbeitsplatz, Armut, Auftreten von Krankheiten. Die genannten Veränderungen können bei Betroffenen zu einer subklinischen Depression führen, d.h. das depressive Symptome vorhanden sind, die aber nicht so stark sind, um die Diagnose einer klinischen Depression zu rechtfertigen. Eine subklinische Depression ist dennoch sehr häufig mit einer schlechteren Lebensqualität und einer größeren Benutzung des Gesundheitssystems verbunden. Bisherige Studien zur psychologischen Behandlung einer subklinischen Depression zeigen mittelgroße Effektstärken (vgl. Cuijpers et al., 2014). An dieser Stelle kann die Pferdegestützte Biografiearbeit anknüpfen, damit Klienten, denen möglicherweise ein Zugang zu einer psychotherapeutischen Maßnahme fehlt, trotzdem eine Unterstützung erhalten. Die Pferdegestützte Biografiearbeit ist ein eigenständiges und bisher unveröffentlichtes Konzept, welches sich aus Elementen der Pferdegestützten Interventionen und der Biografiearbeit (Maercker & Forstmeier, 2012) zusammensetzt (vgl. Schmidt, 2017). Unter Einbezug des Pferdes werden biografisch relevante Themen bearbeitet und dabei die einzelnen Lebensphasen des Menschen von der Kindheit bis zum Erwachsenenalter betrachtet. Die allgemeine Studienlage im Bereich der Pferdegestützten Interventionen ist dürftig; zur Pferdegestützten Biografiearbeit existiert bisher lediglich eine Einzelfallstudie (vgl. Schmidt, 2017). Das Ziel dieser Studie ist es, die Wirksamkeit einer präventiven, pferdegestützten, altersspezifischen Behandlung von Klienten mit einer subklinischen Depression zu evaluieren. Zudem werden mögliche Veränderungen u.a. hinsichtlich Angst, Selbstwirksamkeitserwartung, Ich-Integrität, Dankbarkeit sowie der Reminiszenzfunktionen ermittelt. Es handelt sich um eine multizentrische, prospektive, randomisierte, kontrollierte Wirksamkeitsstudie. Die Pferdegestützte Biografiearbeit besteht aus acht Einheiten über einen Zeitraum von acht Wochen. Die Klienten werden vor der ersten und nach der letzten Einheit anhand einer standardisierten Fragebogentestbatterie zu ihrer psychischen Befindlichkeit befragt. Darüber hinaus wird die psychische Befindlichkeit unmittelbar vor und nach jeder der acht Einheiten mittels eines Selbstbeurteilungsbogens erfasst. Das Follow-Up wird nach sechs Monaten im Anschluss an das Interventionsende durchgeführt. Erforderlich ist eine Gesamtstichprobengröße von 52 Probanden. Die Studie wird von geschulten Fachkräften bundesweit durchgeführt, wobei sich ca. 15 Studienzentren beteiligen.

Publikationen

Maercker, A. & Forstmeier, S. (Hrsg.) (2012). Der Lebensrückblick in Therapie und Beratung. Berlin: Springer.

Schmidt, J.(2017). Pferdegestützte Biografiearbeit mit Menschen in der zweiten Lebenshälfte (unveröffentlichte Masterarbeit).