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Aktuelle Projekte

Erzieherische Hilfen als Arbeit am Gemeinwohl. Zwischen wirkungsorientierter Steuerung und gleichberechtigter Teilhabe in Deutschland und Großbritannien: Geste (BMBF)

 

Unwahrscheinliche Bildungskarrieren - Der Beitrag der Kinder- und Jugendhilfe zu gelingender Bildung unter Bedingung von besonderer Benachteiligung: gelB (BMBF)

Projektbeschreibung

 

Ziel des Projektes ist die empirisch fundierte Analyse erfolgreicher Bildungsprozesse von jungen Menschen, die unter Bedingungen sozialstruktureller und sozialräumlicher Benachteiligung sowie problematischer familialer Verhältnisse aufwachsen. Dazu sollen sowohl jugendliche Nutzer:innen von Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe (offene Jugendarbeit, ambulante Hilfen zur Erziehung, Heimerziehung) interviewt werden, denen trotz ungünstiger sozialer Voraussetzungen Bildungserfolge und Bildungskarrieren gelingen, als auch junge Menschen, denen Bildungserfolge trotz dieser Maßnahmen nicht gelingen. Im Zentrum steht die Rekonstruktion der Bedingungen, die unwahrscheinliche Bildungsprozesse ermöglichen. Aus der Perspektive der Nutzer:innen wird erfasst, wie und unter welchen Bedingungen die Kinder- und Jugendhilfe sowie andere Akteur:innen in den sozialen Netzwerken der Befragten zu erfolgreichen Bildungsprozessen beitragen, oder aber selbst als Barriere für Bildungserfolg wirken. Aus den Befunden werden empirisch fundierte Empfehlungen für bildungsbezogene Praktiken in den Hilfen zur Erziehung (HzE) und der offenen und mobilen Kinder- und Jugendarbeit sowie für ihre Vernetzung mit schulischen Akteur:innen formuliert. Das Forschungsvorhaben ist als ein Verbundprojekt angelegt, durch das Bedingungen und soziale Mechanismen gelingender Bildungsprozesse für junge Menschen in ungünstigen Ausgangssituationen unter Berücksichtigung unterschiedlicher regionaler (prosperierende und krisenhafte Regionen) und sozialräumlicher Kontexte in den Blick genommen werden. 

 

Mitarbeiterinnen: 

Alexandra Denisova, MA

Annika Pusch (SHK) 

  

Zum aktuellen Verhältnis von stationären Wohngruppen der Heimerziehung und der Polizei

Projektbeschreibung

Trotz langjähriger Debatte über das Verhältnis von Sozialer Arbeit und Polizei, ist die Gestaltung des Kontaktes zwischen Heimerziehung und der Polizei weitgehend unbeforscht. Im wissenschaftlichen wie fachpolitischen Diskurs gibt es zahlreiche Diagnosen über das Verhältnis von Jugendhilfe und Polizei. Auf der einen Seite sind polizeiliche Interventionen gegenüber Adressat:innen der Jugendhilfe eine möglich Quelle von diskriminierenden Praktiken, auf der anderen Seite steht eine potentielle Zusammenarbeit von Polizei und den Organisationen der Jugendhilfe. Kooperations- aber auch Konfliktverhältnisse mit der Polizei sind insbesondere in der Heimerziehung virulent. Es gibt zahlreiche, sehr heterogene Anlässe für Berührungspunkte zwischen der Heimerziehung und der Polizei. Zugleich gibt es unterschiedliche Formen, diese Berührungspunkte fachlich auszugestalten. Ausgangspunkt der Untersuchung dieses potentiell widersprüchlichen Verhältnisses von Heimerziehung und Polizei sind Expert:inneninterviews mit Hamburger und Berliner Fachkräften in der Heimerziehung. 

Weiterhin untersucht das Projekt die Erfahrungen junger Menschen mit der Polizei und deren potentielle Folgen innerhalb von unterschiedlichen Einrichtungstypen. Die Berührungspunkte zur Polizei entstehen für die jungen Menschen häufig nicht, weil sie selbst von polizeilichen Ermittlungen adressiert werden, sondern weil die Polizei aus unterschiedlichen Gründen in den Wohngruppen präsent sein kann. Welche Emotionen, Perspektiven und Strategien die jungen Menschen dabei in Bezug auf die Polizei, aber auch die Jugendhilfe selbst entwickeln, sind Kernfragen des Projektes.

Laufzeit: seit August 2019

Leitung: Prof. Dr. Zoë Clark (Universität Siegen) & Fabian Fritz (HAW Hamburg)

Wissenschaftliche Hilfskraft: Caroline Inhoffen (Universität Hamburg)

Projektpublikationen:

Fritz, F./Clark, Z. (2020): When they kick at your front door – Zum aktuellen Verhältnis von stationären Wohngruppen der Heimerziehung und der Polizei. In: Degener, L./Kunstreich, T./Lutz, T./Mielich, S./Muhl, F./Rosenkötter, W./Schwagereck, J. (Hrsg.): Dressur zur Mündigkeit?: Über die Verletzung von Kinderrechten in der Heimerziehung. Weinheim und Basel: Beltz Juventa, S. 213-223.

 
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