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Geschichte des Instituts für Psychologie

 

Die Universitätsstadt Siegen

 



Die Psychologie in Siegen 


Von Anfang an spielte die Psychologie im Auf- und Ausbau der Universität Siegen als moderne, forschungsorientierte Fachdisziplin eine wichtige, sehr aktive Rolle. Davon zeugt auch ihre breite inhaltliche Aufstellung, zur Schwerpunktsetzung waren einzelne Fachgebiete sogar mehrfach professoral vertreten. In den 1990er und Anfang 2000er Jahren verfügte die Psychologie über 8-10 Professuren, 3 Akademische Oberratsstellen und bis zu 7 Mitarbeiterstellen. Weitere Lehraufträge ergänzten das Programm. Forschung und Lehre wurden damals über ein vielfältiges Geflecht von Lehr- und Forschungskooperationen mit anderen Fachdisziplinen realisiert. Inhaltlich setzten die Psychologen früh Schwerpunkte in den Grundlagenfächern Allgemeine Psychologie, Sozialpsychologie, Entwicklungspsychologie, Differentielle Psychologie sowie in den Anwendungsfächern Pädagogische Psychologie, Klinische Psychologie, Organisationspsychologie, Gesundheitspsychologie, Medienpsychologie und Forensische Psychologie. Dennoch wurde die Chance auf einen Ausbau des Fachs nicht genutzt. Nach einer zwischenzeitlichen Verkleinerung des Faches zwischen 2003 und 2012, gelang es den Professoren*innen Angela Schorr, Kurt Sokolowski und Manfred Heck, die Wende einzuläuten. 
 

Erstmals urkundlich erwähnt wird die heutige Universitätsstadt Siegen (Sigena) im Jahr 1079. Ein historischer Stadtkern mit Gebäuden aus dem 17. und 18. Jahrhundert prägt das Bild der Stadt. Gehobene Bildungseinrichtungen lassen sich bis in das Jahr 1595 zurückverfolgen (Gründung der „Hohen Schule“ des Landes Nassau). Bevor es in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts zur Universitätsgründung kam, gab es im Siegerland bereits ein vielfältiges Angebot an im 19. und 20. Jahrhundert errichteten, modernen Hochschulen mit ingenieurwissenschaftlicher, wirtschaftswissenschaftlicher und pädagogischer Ausrichtung. Nach dem Willen der Landesregierung sollte diese Expertise in einer neuen, stärker forschungsorientierten Struktur gebündelt werden. So wurde 1972 die Universität Siegen - zunächst als eine von fünf neuen Gesamthochschulen (Siegen, Wuppertal, Essen, Duisburg, Paderborn) in NRW - gegründet. Seit dem Jahr 2003 firmiert sie offiziell als Universität Siegen.  

 









Mit der Berufung von Simon Forstmeier, Andreas Kastenmüller und Tim Klucken auf neue Lehrstühle für Entwicklungspsychologie (heute: Entwicklungspsychologie & Klinische Psychologie der Lebensspanne), Sozialpsychologie (heute: Sozial- & Wirtschaftspsychologie) und Klinische Psychologie war das Team wissenschaftlich so verstärkt, dass man 2015 die Gründung eines Instituts für Psychologie (im Frühjahr 2016 durch das Rektorat bestätigt) in Angriff nahm. In rascher Folge wurde ein ganz neuer, moderner und innovativer Bachelor-Master-Studiengang für Psychologie eingerichtet, der künftigen Absolventen*innen vielfältige Berufswege in Forschung und Praxis eröffnet. Im WS 2018/19 startete die erste Kohorte der Psychologiestudierenden. Auf die neuen Ausbildungsvorschriften des Psychotherapeutengesetz vom November 2019 reagierten die Mitglieder des Instituts für Psychologie gemeinsam mit der Hochschulleitung noch im gleichen Jahr mit weiteren Ausbaumaßnahmen, um die Ausbildung von Psychotherapeuten*innen auf dem Bachelor- und Masterlevel bis zur Approbation sicher zu stellen. Der Aufbau der Professuren schreitet zügig voran, der Umzug in neue und historische Gebäude in der Stadt Siegen wird vorbereitet. Zahlreiche  Mitarbeiter*innen und Doktoranden*innen sowie die 2019 neu berufenen Professorinnen Marie Hennecke (Allgemeine Psychologie & Pädagogische Psychologie) und Julia Haberstroh (Psychologische Altersforschung) verstärken heute das junge, weltläufige Team. 

 

Spektrum der Studien- und Forschungsmöglichkeiten

 

Der Tradition der Psychologie an der Universität Siegen entsprechend, ist das Fach inhaltlich breit und vielfältig aufgestellt. Über diesen Tellerrand hinaus blickend, erweist sich die Universität Siegen auch generell als spannende, innovative Bildungseinrichtung. Die Psychologie ist in der Fakultät II verankert, in der auch die Fächer Architektur, Kunst und Musik angesiedelt sind, die gut geeignet sind den Horizont zu erweitern. Fakultät I beherbergt das Fach Medienwissenschaft sowie die in den Sozialwissenschaften angesiedelten Fächer Gesundheits- und Sozialpolitik bzw. Gesundheitssoziologie. Fakultät III beherbergt die modern und mit innovativen digitalen Schwerpunkten ausgerichteten Wirtschaftswissenschaften (u.a. Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsrecht). Die kürzlich gegründete Fakultät V bietet den Studierenden drei neue Bachelorstudiengänge an (Biomedical Technology, Digital Medical Technology, Digital Public Health; Master sind im Aufbau). Medizinische Informatik schließlich kann man im Rahmen eines Vollstudiums in den Fakultäten IV/V studieren. Bei vielen dieser und anderer Fachgebiete aus dem Fächerspektrum der Universität lohnt es sich, offene Veranstaltungen wahrzunehmen, Kontakte zu knüpfen, neue Perspektiven zu gewinnen, neugierig zu bleiben. Mit einem Wort: Zu studieren wie zu Humboldts Zeiten ...