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Katalog plus

Interdisziplinäre Tagung 2018

Neue Perspektiven auf muslimische Gemeindezentren
als baukulturelle Zeugnisse der deutschen Migrationsgeschichte

 

Artur-Woll-Haus der Universität Siegen, 19. – 20. Oktober 2018


Call for Papers

Ziel der Tagung ist es, neue und interdisziplinäre Perspektiven auf muslimische Gemeindezentren miteinander zu vernetzen. Im Fokus stehen Gemeindezentren in umgenutzten Gebäuden in Deutschland und anderen Ländern, in denen sich Muslime in den letzten Jahrzehnten niedergelassen haben. Um eine möglichst breite Vielfalt an Positionen ins Gespräch zu bringen, laden wir zu Vorträgen ein, die sich dem Gegenstand aus unterschiedlichen Perspektiven nähern: Eingeladen sind Beiträge, welche bspw. die Routinen des Alltages in diesen Zentren aus ethnografischer Perspektive darstellen oder einen ihrer Funktionsräume (z. B. die Kantine) genauer analysieren. Beiträge zur Rolle der Geschäfte (z. B. des Berbers oder des Supermarktes) als spezifische Form ethnischer Ökonomie sind ebenso spannend wie Fragen zum Bau- und Aneignungsprozess, aus baurechtlicher oder ästhetischer Perspektive. Aus städtebaulicher und -planerischer Sicht interessieren die Auswirkungen der Gemeindezentren auf das städtische Umfeld oder die Bedeutung von Gemeindezentren im ländlichen Raum. Religionssoziologische oder islamwissenschaftliche Fragen lassen sich mit jenen nach dem sozialen Raum oder dem Alltag verknüpfen. Im historischen Vergleich interessiert die Frage nach den Veränderungen der Gemeindezentren. Soziologisch ließe sich den gesellschaftlichen Bedingungen nachgehen, welche die Entwicklung und die Bedeutung der Gemeindezentren prägen. Beiträge aus der Biografie- oder Geschlechterforschung können die Bedeutung der Gemeindezentren im Lebensverlauf oder aus der Geschlechterperspektive rekonstruieren. Theoretische Reflexionen sind dabei genauso willkommen wie empirische Studien – wesentlich ist der Innovationsgehalt der Fragen.


Anlass der Tagung ist der Abschluss eines zweieinhalbjährigen Forschungsprojektes zu Gemeindezentren türkeistämmiger Muslime in Deutschland als baukulturelle Zeugnisse der deutschen Migrationsgeschichte.
Das interdisziplinäre Forschungsprojekt ist ein Kooperationsprojekt der Wüstenrot Stiftung und der Universität Siegen. Gegenstand der Studie sind Gemeindezentren in umgenutzten Gebäuden. In Kooperation der Disziplinen Architektur, Sozialpädagogik und Soziologie werden sozialräumliche Aneignungsprozesse erforscht; funktionale und räumliche Komplexität analysiert sowie die vielfältigen Bedeutungen, welche unterschiedliche Nutzer_innengruppen mit dem Gebäude oder mit einzelnen Räumen und Funktionen verbinden, rekonstruiert. Die Kombination sozialwissenschaftlicher Forschungsmethoden (teilnehmende Beobachtungen und Interviews) mit architektonischen Analysewerkzeugen (Zeichnungen und Fotografie) ermöglicht das Nachzeichnen eines permanenten Wandels und einer Vielfältigkeit auf unterschiedlichen Ebenen. Im Rahmen der Tagung wollen wir unsere Ergebnisse im Zusammenhang mit anderen Forschungsprojekten diskutieren. Die Vorträge sollten eine Länge von 30 Minuten nicht überschreiten.


Bitte schicken Sie ein aussagekräftiges Exposé (max. 500 Wörter) bis zum 15. Mai 2018 an chantal.munsch@uni-siegen.de.

Call for Papers zum Download.

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