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FAST

Families and Schools Together

Bei FAST handelt sich um ein seit 1988 in den USA, Kanada und Australien erprobtes präventives niedrigschwelliges Elternbildungs-Programm, das kindlichen Verhaltensstörungen vorbeugt, indem es die erzieherischen Kompetenzen der Eltern stärkt, deren Kooperation mit der Schule (Grundschule) verbessert und die Integration sozial benachteiligter Familien ermöglicht.

Das Programm ist wissenschaftlich fundiert und international ausführlich evaluiert worden. Die genannten Ziele werden erreicht, was insbesondere auch die Reduktion von Verhaltensauffälligkeiten der Kinder in Schule und Elternhaus betrifft.


Das FAST-Programm wurde 1988 von Dr. Lynn McDonald (University of Wisconsin, Madison) konzipiert, die 1998 auch die Siegener Teammitglieder in das Programm eingewiesen hat. FAST hat seither zahlreiche Auszeichnungen durch Regierungsstellen und Ministerien der USA erhalten. Es wurde u.a. 1992 vom Office of Human Development - Administration of Children and Families - als eines der fünf besten Präventions- und Interventionsprogramme bewertet und 1994 vom US-Department of Education als beispielhaftes Programm für Familien- und Elternarbeit in der Schule ausgezeichnet.

Zwei US-Bundesstaaten haben FAST in ihrer Gesetzgebung berücksichtigt.

FAST wird auch von privaten Stiftungen gefördert. Im Oktober 1998 fand im "Weißen Haus" (Washington D.C. ) eine Konferenz über die Ursachen und Prävention von Jugendgewalt an Schulen statt. Dabei wurde auch das FAST-Programm vorgestellt. Das Office of Juvenile Justice and Delinquency Prevention des U.S. Department of Justice hat die Konzeption von FAST dabei ausführlich dargestellt. Das Bundesjustizministerium, dessen kriminalpräventivem Netzwerk Herr Prof. Eisenhardt angehört, hat in einem Schreiben den familienbezogenen präventiven Ansatz begrüßt.


FAST ist ein zweijähriges Programm, das Eltern dazu befähigen soll, ihren Kindern im Alter von 3 bis 13 Jahren und ihren Familien soziale Unterstützung geben zu können. Dies wird durch eine 8 Wochen dauernde Phase, in der sich die Familien einmal pro Woche treffen, erreicht. An diese Phase schließt sich eine zweijährige soziale Netzwerkbildung an.

Während der ersten Phase werden verschiedene Aktivitäten auf der Grundlage eines ausführlichen Handbuches von den ausgebildeten Teammitgliedern durchgeführt. Die einzelnen Strategien schließen folgende Elemente mit ein: Spieltherapie, in der die Eltern mit den Kindern in einer non-direktiven Art spielen; strukturierte Interaktionen der gesamten Familie; elterliche Selbsthilfegruppe; "parent empowerment" und Verbindungen zu Schule und Gemeinde (parent involvement).

Alle Teile des Programms gründen sich auf Ergebnisse anerkannter psychologischer Forschungen.

Bei der Evaluation des Programms berichten Eltern und Lehrer, dass sich der Familienzusammenhalt verstärkt und die soziale Isolation abnimmt.

Bedeutsam ist zudem auch, dass das Programm in den USA und in Australien mit den verschiedensten ethnischen Gruppen erfolgreich erprobt wurde. Es eignet sich durch seine Struktur gerade zur Integration sozialer Randgruppen. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen dürfte sich dies auch in Deutschland verwirklichen lassen.



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